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Kündigung9 Min. Lesezeit20. März 2026

Kündigung erhalten: Die 7 wichtigsten Schritte

Eine Kündigung ist ein Schock. Doch gerade jetzt ist besonnenes Handeln entscheidend. Diese 7 Schritte sollten Sie sofort unternehmen, um Ihre Rechte und Ihre Abfindung zu sichern.

Schritt 1: Ruhe bewahren — nichts unterschreiben

Der wichtigste Rat: Unterschreiben Sie nichts. Weder eine Empfangsbestätigung mit Zusatzklauseln noch einen Aufhebungsvertrag. Alles, was Sie jetzt unterschreiben, kann Ihre Rechte einschränken.

Merke: Eine einfache Empfangsbestätigung ("Kündigung erhalten am...") ist unproblematisch. Aber lesen Sie genau, ob weitere Klauseln enthalten sind.

Schritt 2: Zugangsdatum dokumentieren

Notieren Sie exakt, wann Sie die Kündigung erhalten haben:

  • Datum und Uhrzeit
  • Wie wurde sie zugestellt? (persönlich, Post, Einschreiben)
  • Gibt es Zeugen?

Das Zugangsdatum bestimmt den Beginn der 3-Wochen-Klagefrist.

Schritt 3: Kündigung auf Formfehler prüfen

Über 60% aller Kündigungen enthalten Formfehler. Prüfen Sie:

  • Schriftform: Die Kündigung muss auf Papier mit Originalunterschrift vorliegen (§ 623 BGB). E-Mail, Fax oder WhatsApp sind unwirksam.
  • Unterschrift: Wer hat unterschrieben? Hat diese Person Kündigungsberechtigung?
  • Betriebsratsanhörung: Wurde der Betriebsrat ordnungsgemäß angehört (§ 102 BetrVG)?
  • Kündigungsfrist: Stimmt die angegebene Frist mit der gesetzlichen/vertraglichen überein?
  • Sozialauswahl: Bei betriebsbedingter Kündigung: Wurde die Sozialauswahl korrekt durchgeführt?

Schritt 4: Arbeitsagentur informieren

Melden Sie sich spätestens 3 Tage nach Kenntnis der Kündigung bei der Agentur für Arbeit arbeitssuchend. Versäumen Sie dies, droht eine einwöchige Sperrzeit beim Arbeitslosengeld.

Schritt 5: Kündigung professionell analysieren lassen

Nutzen Sie unsere kostenlose Erstanalyse, um in 3 Minuten zu erfahren:

  • Ob Ihre Kündigung angreifbar ist
  • Wie hoch Ihre geschätzte Abfindung sein könnte
  • Welche Formfehler vorliegen

Schritt 6: Fristen im Blick behalten

FristZeitraumKonsequenz bei Versäumnis
Kündigungsschutzklage3 Wochen ab ZugangKündigung wird automatisch wirksam
Arbeitssuchend melden3 Tage ab KenntnisSperrzeit beim ALG
Arbeitslos meldenAm ersten Tag der ArbeitslosigkeitVerzögerung der ALG-Zahlung

Schritt 7: Verhandlungsposition nutzen

Wenn Ihre Kündigung Fehler enthält, haben Sie eine starke Verhandlungsposition. Optionen:

  • Kündigungsschutzklage einreichen → oft Vergleich mit höherer Abfindung
  • Außergerichtliche Verhandlung → schneller, aber erfordert Kenntnis der eigenen Position
  • Anwalt einschalten → bei hohen Abfindungssummen fast immer lohnenswert

Fazit

Die ersten Tage nach einer Kündigung sind entscheidend. Handeln Sie besonnen, aber schnell. Eine professionelle Ersteinschätzung zeigt Ihnen in wenigen Minuten, ob und wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können.

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